Burkhard Ollech

Burkhard Ollech wurde 1938 in Puppen (heute Spychowo), in Masuren/Ostpreußen, geboren, wo er während seiner Kindheit die Kriegs- und Nachkriegszeit erlebte. Im Juli 1958 gelang ihm die Ausreise nach Deutschland, wo es infolge seiner Nachkriegserlebnisse zu einem vollständigen Bruch mit Herkunft und Heimat kam. Er studierte Sozialwissenschaften in Göttingen und Münster. Nach seinem Studium erlaubte ihm die zeitliche Distanz zu den Geschehen seiner Kindheit wieder eine langsame Hinwendung zu Herkunft und Heimat, sowie eine zunehmend systematische Beschäftigung mit Geschichte und Gegenwart. 1985 besuchte er erstmals wieder die masurische Heimat, die ihn dazu bewog seine polnischen Sprachkenntnisse und historischen Erlebnisse für eine journalistische Tätigkeit zu nutzen. Er veröffentlichte einige Beiträge in Zeitschriften, verfasste Übersetzungen und betreute die Studienstelle für Kirchen- und Kulturgeschichte Masurens bei der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund. 1991 wurde er Studienleiter für die ostbaltischen Regionen (Danzig, Kaschuben, Masuren, Königsberg und Litauen) im Rahmen der Verständigungsarbeit mit den osteuropäischen Nachbarn und war maßgeblich am Aufbau der Akademiearbeit beteiligt. Heute ist Burkhard Ollech Mitglied des Vorstands und Vorsitzender der Masurischen Ernst Wiechert Gesellschaft in Polen und Berater und Mitarbeiter bei Übersetzung und Herausgabe deutscher Dichtung in Kaliningrad/Königsberg. Zudem unternimmt er zahlreiche Studienreisen und steht in enger Verbindung zum Schriftstellerverband in Kaliningrad. Zuletzt war er maßgeblich an Multi-Vision- Präsentationen über Reisen nach Ostpreußen/Masuren, ins Baltikum und nach Rußland (St. Petersburg) beteiligt.